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vermittlung bei konflikten

Mediation

In unserer komplexen und vielfältigen Welt sind Konflikte und Missverständnisse unvermeidbar. Mit unserem Mediations-Angebot möchten wir Menschen dabei unterstützen, in einem möglichst sicheren und wertschätzenden Raum gegenseitiges Verständnis und Empathie zurückzugewinnen, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Beziehungen zu stärken, anstatt Konflikte eskalieren zu lassen.
Dabei geht Mediation weit über den klassischen Streitfall hinaus. Es geht darum, das Bewusstsein für die Dynamik von Konflikten zu schärfen und Menschen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um auch in herausfordernden Situationen respektvoll und lösungsorientiert zu handeln. Wir möchten euch dazu befähigen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, offen und respektvoll darüber zu sprechen und gemeinsam umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, nicht nur Konflikte zu lösen, sondern auch langfristig für ein harmonisches und faires Miteinander zu sorgen.
Für wen machen wir was?

Unser Angebot

Für Privatpersonen und Paare/Beziehungsmenschen 

  • Mediationsgespräche: Unterstützung bei der Lösung von persönlichen Konflikten, wie z.B. in Partner*innenschaften, Wohngemeinschaftsstreitigkeiten oder familiären Auseinandersetzungen.
  • Präventionsberatung: Wie man frühzeitig Konflikte erkennt und vermeidet.


Für Teams/Kollektive/Gruppen/Organisationen

  • Mediation im Team: Unterstützung bei innerbetrieblichen Konflikten und Teamdynamiken.
  • Workshops: Konfliktmanagement und Mediation als nachhaltiges Instrument zur Teamentwicklung.
  • Beratung zur Etablierung interner Konfliktlösungsstrukturen
Erklärung

Was genau ist Mediation?

Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren, das es Konfliktparteien ermöglicht, unter Anleitung einer neutralen Person, der Mediator*in, eigenverantwortlich Lösungen zu erarbeiten.

Das Ziel der Mediation ist es, eine einvernehmliche, faire und nachhaltige Lösung zu finden, die die Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.

Mediation bedeutet mehr als nur Konflikte zu lösen. Es geht darum, den Dialog zu fördern, Vertrauen aufzubauen und ein besseres Verständnis für die Perspektiven aller Beteiligten zu schaffen.

Wesentliche Prinzipien der Mediation

Neutralität:
Die Mediator*in nimmt keine Partei ein, sondern unterstützt alle Beteiligten gleichermaßen dabei, ihre Sichtweisen zu äußern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Eigenverantwortung:
In der Mediation liegt die Verantwortung für die Lösung des Konflikts bei den Konfliktparteien selbst. Dies fördert das gegenseitige Verständnis und ermöglicht tragfähige, nachhaltige Lösungen.

Vertraulichkeit:
Alle Gespräche und Informationen, die während einer Mediation geteilt werden, bleiben vertraulich. So schaffen wir einen geschützten Raum für ehrliche und offene Gespräche.

Freiwilligkeit:
Mediation ist immer ein freiwilliger Prozess. Alle Beteiligten entscheiden selbst, ob sie an einer Mediation teilnehmen möchten und wie sie gemeinsam vorgehen.

Ziel der Mediation:
Das Ziel der Mediation ist es, eine Lösung zu finden, die alle Parteien zufriedenstellt und gleichzeitig den Respekt und das Verständnis füreinander stärkt.

Möglicher Ablauf einer Mediation

Der Ablauf einer Mediation ist strukturiert und verläuft in mehreren Schritten, die sich meist über mehrere Sitzungen verteilen. Jede Mediation ist individuell, doch typischerweise dauert der gesamte Prozess zwischen einer und fünf Sitzungen. Eine Sitzung dauert in der Regel 1,5 bis 3 Stunden. Die genaue Anzahl der Sitzungen hängt von der Komplexität des Konflikts und der Bereitschaft der Parteien zur Lösung ab.

1. Vorgespräch (ca. 1 Sitzung)

Im ersten Schritt führen die Mediator*in und die Konfliktparteien ein Vorgespräch. Hier geht es darum, sich kennenzulernen, die Erwartungen und Ziele zu klären und den Ablauf der Mediation zu erklären. Auch werden wichtige Grundsätze wie Vertraulichkeit und Freiwilligkeit besprochen. Am Ende dieser Sitzung entscheiden die Parteien, ob sie die Mediation fortsetzen möchten.

2. Klärung der Konfliktperspektiven (ca. 1–2 Sitzungen)

In der nächsten Phase schildern die Konfliktparteien ihre Sicht auf den Konflikt. Jede Person hat die Möglichkeit, in einem sicheren Raum offen über ihre Erfahrungen, Emotionen und Anliegen zu sprechen. Die Mediator*in sorgt dafür, dass beide Seiten gehört werden und Missverständnisse geklärt werden. Je nach Komplexität kann dies in einer oder zwei Sitzungen erfolgen.

3. Erarbeitung von Interessen und Bedürfnissen (ca. 1 Sitzung)

Nach der Darstellung der Positionen hilft die Mediator*in, die tieferliegenden Interessen und Bedürfnisse beider Parteien herauszuarbeiten. Anstatt sich auf Vorwürfe zu konzentrieren, wird nach den wahren Ursachen des Konflikts gefragt. Diese Sitzung dient dazu, gemeinsame Lösungen greifbarer zu machen, indem Verständnis und Empathie gefördert werden.

4. Entwicklung von Lösungsoptionen (ca. 1 Sitzung)

In dieser Phase werden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet. Alle Konfliktparteien bringen Vorschläge ein, die dann gemeinsam bewertet und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse beider Parteien berücksichtigt. Diese Sitzung kann besonders kreativ sein und ist entscheidend für die zukünftige Zusammenarbeit der Parteien.

5. Abschluss und Vereinbarung (ca. 1 Sitzung)

Zum Abschluss der Mediation wird eine Vereinbarung getroffen, die die gemeinsam erarbeiteten Lösungen festhält. Diese kann je nach Wunsch mündlich oder schriftlich erfolgen. Außerdem wird besprochen, wie die Umsetzung der Vereinbarung erfolgen soll und ob eine Nachbesprechung sinnvoll ist.

Gesamtdauer

Die Dauer des gesamten Mediationsprozesses variiert, typischerweise dauert er jedoch zwischen 2 und 5 Sitzungen, je nach Konfliktsituation. Zwischen den Sitzungen können einige Tage bis wenige Wochen liegen, um den Parteien genügend Zeit zur Reflexion zu geben. Mediation ist darauf ausgelegt, Konflikte in einem überschaubaren Zeitrahmen zu lösen, ohne dabei den Druck einer schnellen Entscheidung aufzubauen.

 

 

Achtsamkreis Kollektiv Münster